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Donnerstag, 15. Oktober 2015

Geschenk-Set

Herbstzeit ist Geburtstagszeit, zumindest bei uns. Über 20 Geburtstage in der Zeit von September bis November - das bedeutet schon beinahe Stress. So vielen lieben Menschen, Verwandten und Freunden möchte man hübsche, am besten selbst gemachte, Geschenke überreichen. Da bin ich froh, dass ich mittlerweile eine wahre Fachfrau für die Herstellung von Handy-Täschchen und Buchhüllen geworden bin!

Jeder in meinem Umkreis möchte sie haben und ich mir gehen sie mittlerweile recht zügig von der Hand.

Damit es aber nicht langweilig wird, muss man sich natürlich trotzdem jedes Mal wieder etwas Neues einfallen lassen. Aus diesem Grund habe ich mich bei dem folgenden Projekt dafür entschieden, das Freihandnähen auszuprobieren.

Da meine Bekannte eine bekennende Katzenliebhaberin ist, musste natürlich ein Katzenmotiv auf die Handyhülle. Also habe ich die Silhouette eines Katzenkopfes aus Stoff ausgeschnitten und mit dem Stickfuß frei Hand auf die Hülle aufgenäht. Auch das Maul und die Öhrchen sind frei Hand aufgestickt. Beim Freihand-Sticken ist es ganz wichtig, vorher den Transporteur der Nähmaschine zu versenken, damit man den Stoff wirklich ungehindert in alle Richtungen bewegen kann.

Hier also mein kleines Geschenke-Set bestehend aus einer Buchkladde und einer dazu passenden Handy-Hülle:


Euch sind wahrscheinlich sofort die goldigen Knöpfe aufgefallen. Über die Katzen- und Mauseknöpfchen bin ich im Stoffgeschäft gestolpert. Die passen natürlich perfekt zu Katzenliebhaber-Geschenken!

Auf der Rückseite der Handy-Tasche befindet sich ein kleines Fach für Kopfhörer oder Ähnliches. Bei meiner eigenen Hülle habe ich gemerkt, dass sich die Kleinigkeiten, die ich in diesem Fach verstaue, gern verselbstständigen. Daher habe ich bei diesem Projekt einen Klettverschluss angefügt, um das Täschchen einfach aber sicher zu verschließen.


Die Anleitung zur Handy-Hülle findet ihr hier. Statt des Gummis als Verschluss, habe ich mich des Schnittmusters für die Verschluss-Lasche der Buchkladde bedient. 

Wenn Ihr die Vorderseite besticken oder verzieren wollt, dann müsst ihr das noch vorm Nähen tun, das heißt sobald ihr definiert habt, welches Stoffstück nach vorne soll. Auch den Klettverschluss müsst ihr vorm Vernähen an den entsprechenden Stoffteilen anbringen. Anschließend könnt Ihr ganz einfach nach Anleitung weiter arbeiten.

Die Buchkladde ist nach der üblichen Anleitung entstanden, wie ihr sie bereits aus dem Blog-Eintrag "DIY Buchhüllen und Mappen" kennt. Auf die Knopflasche habe ich dann noch den Namen der künftigen Eigentümerin gestickt. 



Das war's von mir. Ich wünsche euch wunderbare, kreative Herbsttage!

Bis bald,
eure Jenny


Mittwoch, 23. September 2015

Wickeltasche - Schnell und einfach genäht

Vor kurzem ist eine Freundin von mir zum ersten Mal glückliche Mama geworden.
Zu diesem freudigen Anlass habe ich natürlich gleich meine Nähmaschine angeworfen und eine Wickeltasche mit Wickelmatte genäht.

Den Link zur Anleitung habe ich auf Barbaras wunderschönem Blog "das-mach-ich-nachts" gefunden. Zwar ist die Anleitung auf englisch, aber mit dem zugehörigen Video sollte das auch für Sprachmuffel kein Problem sein.

Für die Windelfächer reichen zwei Fat-Quarter-Stoffstücke. Bei der Matte habe ich für beide Seiten Wachstuch verwendet. Dieses Material kann man wunderbar abwischen, wenn was daneben geht. Außerdem kann die ganze Tasche in der Maschine gewaschen werden.





Nach Erfahrungsberichten ist das Täschchen superpraktisch und lässt sich auch gut in einer etwas größeren Handtasche verstauen.

Nachmachen also unbedingt empfohlen.

Eure Jenny


Dienstag, 7. Juli 2015

Fix genäht: Kleine Eulefamilie

Nach einer langen und kreativen Sommerpause melde ich mich mit vielen süßen kleinen Geschenk- und Nähideen zurück.

In den letzten vier bis sechs Wochen sind tolle Projekte entstanden. Und ich freue mich sehr, sie euch alle nach und nach vorzustellen.

Heute macht ihr Bekanntschaft mit einer putzigen kleinen Eulenfamilie, die bei einer eulenverrückten Freundin ihr neues Zuhause gefunden hat.

Wie viele meiner Ideen, stammt auch diese von der heiß und innig geliebten Plattform Pinterest.com. Die kurze aber gut verständliche Bilderanleitung findet ihr auch hier.

Danach sind diese kleinen Piepmätze entstanden:

 
Und da die kleinen Kerle natürlich nicht so einfach in der Gegend rum hocken können, brauchen sie auch ein gebührendes Nest.
 
Für wenig Geld habe ich im Bastelgeschäft eine kleine runde Funierschachtel gefunden und diese mit etwas Deko-Stroh ausgekleidet. Und schon sitzen die drei in einem gemütlichen kleinen Nestchen.

 
Damit die Eulenfamilie auch sicher bei meiner Freundin ankommen, habe ich sie zusätzlich zum artgerechten Nest mit einer höchst luxuriösen Reisebox ausgestattet.
 
Wie die aussieht, verrate ich euch aber erst in meinem nächsten Post.
 
Sonnige Sommergrüße,
Eure Jenny

Dienstag, 2. Juni 2015

DIY Kosmetiktäschchen

Die letzten Tage und Wochen habe ich lange Zeit an meiner Nähmaschine verbracht, um Geburtstagsgeschenke zu nähen und darüber sträflich diesen schönen Blog vernachlässigt.

Als kleine Entschuldigung stelle ich euch heute die Anleitung für eine wunderschöne DIY Kosmetiktasche vor, die ich bei you and I heart DIY gefunden habe.

Die Bloggerin der Seite, Lisbeth, hat dazu auch ein ganz fantastisches Youtube-Advertorial gedreht mit dem die Tasche kinderleicht nachzuarbeiten ist. Außerdem stellt Sie den Schnitt kostenlos als PDF zur Verfügung.

Bei mir hat sich das Täschchen zu einem absoluten Geburtstags-Hit entwickelt und ich habe mittlerweile schon eine ganze Menge davon genäht. Mit etwas Übung geht die Arbeit sehr leicht von der Hand und man hält innerhalb kurzer Zeit sein neues Lieblingsstück in den Händen.

Zwei der kleinen Taschen seht ihr hier:


 
Mit meiner neuen Stickmaschine kann ich die Geschenke nun endlich auch problemlos individualisieren und wunderschöne Namen auf meine Schätzchen sticken.
 
Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Nachnähen und eine wunderbare kurze Woche.
 
Eure Jenny

Samstag, 16. Mai 2015

DIY Sommerjeans mit Spitze

Passend zum wunderschönen Wetter draußen, habe ich mir heute aus einer alten Bootcut-Jeans eine wunderbare Sommerhose mit Spitzen genäht.

Vielleicht liegen ja bei dem ein oder anderen von euch auch noch alte Jeans im Schrank, die auf ein zweites Leben warten. Diese längst vergessenen Hosen bekommen heute eine neue Chance.

Die Umgestaltung geht super einfach, ist auch für Nähanfänger gut zu bewerkstelligen und bequem an einem Vormittag zu erledigen.

Ich habe also meine alte Jeans angezogen und mit einem Trickmarker die gewünschte Länge der Sommerhose markiert. Diese Markierung habe ich dann auch auf das andere Hosenbein übertragen.

Wichtig ist es, darauf zu achten, dass die Hosenbeine exakt nebeneinander liegen, wenn man die Länge anzeichnet, damit die Beine am Ende nicht unterschiedlich lang sind. Am besten zieht man die Hose nach dem Anzeichnen noch einmal an und schaut, ob der Strich auch wirklich die gewünschte Länge markiert und beide Beine die gleiche Länge haben. Nachdem die Schnittlinie sauber eingezeichnet und noch einmal überprüft wurde, kann man die Hosenbeine auch schon kürzen.

Nun wird die die Hose auf links gewendet und ein ca. 1 cm breiter Saum umgebügelt, der dann festgesteppt wird.

Nachdem die Beine gekürzt und gesäumt waren, habe ich außen am Ende des Hosenbeins eine Spitzenborte mit Stecknadeln festgesteckt und ebenfalls gesteppt. Um das Spitzenmotiv noch einmal aufzunehmen, machte auch die hintere Gesäßtasche Bekanntschaft mit einem Stück Spitzenstoff.

Um die Tasche nicht zuzunähen und weil der Jeansstoff an dieser Stelle sehr dick war, habe ich mich dafür entschieden, die Spitze mit der Hand festzunähen - und fertig ist das gute Stück!


Ich bin auf jeden Fall total glücklich mit der neuen Hose und werde sie nachher auch gleich das erste Mal tragen.

Euch wünsche ich noch ein wunderschönes sonniges Frühjahrswochenende und ganz viel Spaß beim Umnähen eurer eigenen Jeans!

Liebe Grüße,
Jenny

Dienstag, 14. April 2015

DIY Buchhüllen und Mappen

Nachdem ich das Häkeln und Nähen für mich entdeckt habe, hat mich eine weitere Leidenschaft gepackt: das Scrapbooking. Und natürlich braucht man dafür ein tolles Notizbuch und eine entsprechende Hülle.

Das Notizbuch war kein Problem, aber woher ich die Hülle nehmen sollte, wusste ich noch nicht so recht. Bis ich über diesen wunderbaren Link gestolpert bin und mich gleich ans Werk gemacht habe.

Die Anleitung ist sehr gut verständlich geschrieben und mit tollen Schritt-für-Schritt-Bildern verdeutlicht. So hatte ich trotz meiner derzeit noch überschaubaren Näherfahrung keine Probleme damit, die Buchhülle nachzuarbeiten.
 
Hier also die erste Buchhülle für mein neues Journal:



Ich habe mich bei diesem Stück an die Original-Anleitung für Hefte und Bücher im Format DIN A5 gehalten.

Nachdem sowohl ich als auch mein Mann von der Hülle völlig begeistert waren und wir beide leidenschaftliche Rollenspieler sind, habe ich beschlossen, uns zwei weitere dieser wunderbaren Hüllen für Hefte in DIN A4 zu nähen.

Dafür habe ich die Maße der Anleitung entsprechend umgerechnet:
  1. Außenseite:
    Außenstoff 48 x 34 cm
    Vlieseline 46 x 32 cm
  2. Innenseite: 48 x 34 cm
  3. Einschübe:
    Stoff (4x) 23 x 34 cm
    Vlieseline (2x) 21 x 32 cm 
  4. Stiftefach: 8 x 16 cm
    Kartenfächer: 34 x 17 cm
    Reißverschluss: ca. 18 cm
  5. Einschubfach:
    Stoff (2x) 23 x 23 cm
    Vlieseline: 21 x 21 cm
    Reißverschluss: 20 cm
  6. Verschlussriegel: siehe Schnittmuster in der Anleitung
Wie man schon der Aufzählung entnehmen kann, habe ich in das Kartenfach und in den Einschub auf der Rechten Seite der Hülle Reißverschlüsse eingenäht, um in diesen Fächern Würfel, Radiergummi und Spitzer aufbewahren zu können, ohne das mir die Kleinteile aus der Mappe fallen.

Da die Fläche auf der Vorderseite der Hülle bei einer Mappe im A4-Format deutlich größer ist, als bei der Hülle im Original-Format und ich zudem einfarbigen Stoff verwendet hatte, musste natürlich noch eine Verzierung her. Wir haben uns dafür entschieden, das Monogramm meines Mannes auf den Außenstoff zu sticken.

Und so sieht sie aus: die Rollenspielmappe meines lieben Gatten



Ich muss gestehen, meine Mappe ist sehr viel weiblicher und verspielter geworden, da ich mit blumigen Stoffen gearbeitet habe.

Auch die Frontseite meiner Hülle ist verziert - mit einem hübschen Häkelband und mit meinem eingestickten Namen:



Das sind also die gesammelten Werke meiner Bemühungen:

 
Gerade mein Journal habe ich ständig in der Hand und freue mich täglich aufs neue über die tolle Hülle mit ihren vielen Fächern, in denen ich Schablonen, Linieal, Geodreieck, Eintrittskarten und vieles mehr verstauen kann.
 
Ich wünsche all meinen Lesern da draußen eine wunderschöne kreative Frühlingswoche und viele neue Ideen!
 
Eure Jenny

Donnerstag, 12. März 2015

Kleine Hängefächer machen Ordnung

Wer kennt nicht die nervige Sucherei nach dem Schlüssel, nach dem Handy, nach der Brille... Die wichtigsten Dinge sind immer dann weg, wenn man es eilig hat. Auch bei uns ist dieses Phänomen beileibe nicht unbekannt. Aus diesem Grund habe ich drei Hängefächer genäht, die man z. B. an einen Schubladenknauf oder die Türklinke im Flur hängen kann. Dort sind dann alle wichtigen Utensilien verstaut und ganz schnell greifbar.

Die Idee habe ich von einem Häkelprojekt abgekupfert. Allerdings wollte ich, dass die Fächer stabil sind und man auch Kleinteile verstauen kann, die bei einem Häkelstück durch die Maschen fallen würden. Außerdem ist Nähen einfach schneller.

Die Größe der Hängefächer bleibt natürlich ganz euch überlassen. Ich empfehle aber auf jeden Fall eine Nahtzugabe von mindestens 1,5 cm an den Seiten. Ich habe mich für eine Gesamtgröße von 12 cm Breite und 25 cm Länge für das gute Stück entschieden.

Um zu verhindern, dass sich der Stoff ausdehnt, wenn man die Tasche mit etwas schwererem Inhalt befüllt, wird die Schwachstelle mit einem zusammengelöteten Eisenring verstärkt.

 

Die Taschen werden nacheinander auf das Grundstück aufgenäht. Dabei befindet sich die größte Tasche ganz hinten, die kleinste ganz vorne.

Da es sich bei dem Stoff für die Taschen nur um unterschiedlich große Rechtecke handelt, habe ich mir lediglich ein Schnittmuster erstellt, mit den verschiedenen Einteilungen für die Taschen.


Rechts und links habe ich wieder mit je 1,5 cm Nahtzugabe gearbeitet. Die Breite richtet sich nach dem Trägerstück und beträgt in meinem Fall 12 cm. Die größte Tasche ist 16 cm lang. Damit auch der Innenteil der Tasche sauber aussieht, wird der Stoff umgeschlagen. Das Grundrechteck benötigt also die doppelte Länge. In diesem Fall 32 cm. Die zweitgrößte Tasche ist 13 cm lang, dementsprechend benötigen wir einen Stoffstreifen mit der Länge von 26 cm. Die kleinste Tasche wird 10 cm lang und der zugehörige Stoffstreifen 20 cm. Den Innenteil des Grundteils habe ich zudem mit dünnem Filzstoff verstärkt.


Zum besseren Verständnis sind auf dem obigen Bild noch einmal die Schnittmuster und alle benötigten Stoffteile aufgeführt.

Die Teile werden nach diesem Schema zusammengenäht:

 
Ich empfehle zuerst den Metallring mit ein paar Stichen per Hand zu fixieren. Anschließend die Nahtzugabe umschlagen und festbügeln. Danach werden Vorderteil, Filzfutter und Rückteil miteinander vernäht. Für eine hübsche Kante im Ring der Hängetasche habe ich die Stoffkante mit einem sehr engen Zick-Zack-Stich gesäumt und dabei auch gleichzeitig den Metallring sicher angenäht. Anschließend werden die Taschen in der Reihenfolge von groß nach klein auf das Trägerteil aufgenäht.
 
Und so sieht das Endergebnis aus:
 
 
Ich hoffe euch gefällt die Idee und ihr habt meine kleine Anleitung gut verstanden.
Bei Fragen stehe ich euch natürlich jederzeit gern zur Seite.

Ich würde mich riesig freuen, wenn ich den ein oder anderen zu einem ähnlichen Täschchen inspiriert habe und interessiere mich natürlich brennend für eure Werke.

Ganz liebe Grüße,
eure Jenny

Samstag, 17. Januar 2015

IPad-Tasche selbst genäht

Nach einer kleinen Durststrecke komme ich nun endlich dazu, euch ein weiteres genähtes Geschenk vorzustellen. Es ist wohl die abertausendste Anleitung für eine Tablet-Tasche, die im Internet zu finden ist.

Aber für mich handelt es sich bei diesem guten Stück um ein ganz besonderes Projekt, dass mein Mann, meine Schwägerin und ich für den Schwiegerpapa fabriziert haben. Da er in einer Irish-Folk-Band Geige spielt, haben wir uns von der grünen Insel inspirieren lassen.

Die Maße der Tasche sind ganz einfach ermittelt:

Für die Stofflänge addiert man die Höhe mit der Dicke des Tablets und schlägt mindestens 2 cm Nahtzugabe an den beiden Enden auf. Die Stoffbreite richtet sich ausschließlich nach der Breite des Tablets. Auch hier empfehle ich, mindestens 2 cm Nahtzugabe an jeder Seite.

Wir haben die Tablett-Tasche dreilagig genäht:
  1. grüner Deckstoff
  2. schwarzer Filsstoff als Futter
  3. weißer Innenstoff
Außerdem wollten wir das Logo der Band auf die Vorderseite nähen, weswegen mein findiger Gatte ein weißes Wappen und ein hübsches grünes Kleeblatt ausgeschnitten und auf Textilfolie geklebt hat. Damit können die Applikationen wunderbar an der gewünschten Stelle aufgebügelt und anschließend sauber angenäht werden.


Im nächsten Schritt werden die drei Lagen miteinander vernäht.

Als Gestaltungselement und um die Stofflagen noch besser miteinander zu verbinden, haben wir uns dazu entschieden, ein rautenförmiges Patchwork-Muster aufzunähen, dass wir im Vorfeld mit Schneiderkreide auf den Innenstoff der Tasche aufgezeichnet und anschließend im Zick-Zack-Stich genäht haben.


Das Wappen wurde im Zick-Zack-Stich in der kleinstmöglichen Einstellung gesäumt und miteinander vernäht. Anschließend haben wir das fertige Wappen mit einem einfachen, geraden Stich auf der Vorderseite befestigt.

 
Beim Reißverschluss hatten wir leider unsere liebe Mühe, da wir mit nur 1,5 cm Nahtzugabe gearbeitet haben und am Schluss etwas tricksen mussten, um die erforderliche Größe für die Tasche doch noch hinzubekommen.
 
Aus diesem Grund habe ich die gesamte Breite des Reisverschlusses ausgenutzt und diesen ganz knapp am Saum der Tasche festgenäht.
 
 

Glücklicher Weise waren unsere Bemühungen erfolgreich und das IPad meines Schwiegervaters passt wie angegossen in die dafür vorgesehene Tasche.

 
Ich hoffe, euch gefällt diese Idee einer Tablet-Tasche und habt Spaß beim Nachnähen.
 
Habt ein gemütliches und kreatives Wochenende!
 
Eure Jenny


Samstag, 3. Januar 2015

Oh du Kuschlige... Kuschelkissen nähen

Mit Plätzchen ausgestopft wie die sprichwörtliche Weihnachtsgans melde ich mich zurück aus der Feiertagsversenkung und hoffe ihr hattet alle wunderschöne besinnliche Weihnachten und seid gut in ein tolles Jahr 2015 gestartet.
Wie versprochen möchte ich euch die nächsten Wochen so nach und nach meine kleinen Geschenke vorstellen, die seit Anfang Dezember für meine Familie an der Nähmaschine entstanden sind.

Weihnachten 2014 stand bei uns ohne Zweifel unter einem besonders kuscheligen Stern: Kissen und zugehörige Bezüge standen gleich vier Mal auf dem Wunschzettel meiner Lieben.

Also habe ich mich eifrig ans Werk gemacht und bin auf Stoffjagd gegangen.

Zwei großmustrige, bunte und lustige Stoffe habe ich für günstiges Geld bei Ikea erstehen können.
Daraus habe ich die Kissen für unser Wohnzimmer fabriziert, die mein Mann sich gewünscht hat und zwei weitere Kuschelutensilien für meine liebe Schwägerin.

Da der Stoff dergestalt Motiven bedruckt ist, dass es eine klare Richtungsvorgabe gibt, konnte ich die Bezüge nicht aus einem Stück nähen, sondern musste jeweils eine Lage Stoff für die Vorder- und für die Rückseite zuschneiden. Dabei habe ich mit ca. 1,5 cm Nahtzugabe gearbeitet.

So konnte ich die Bildmotive für beide Seiten hübsch zusammen stellen und habe verhindert, dass die Vögelchen kopfüber am Ast hängen. Als Verschluss dient ein versteckt eingenähter Reißverschluss.

Die blauen Bezüge haben die Maße 80 x 80 cm und werden für alte Kopfkissen auf unserer Couch verwendet. Die Vogelkissen gehören nun meiner Schwägerin und sind mit 50 x 50 cm etwas kleiner.


Meine Mutter und die Cousine meines Mannes haben sich Sofakissen gewünscht. Diese sind mit je 40 x 40 cm die kleinsten. Dafür habe ich aber bei meinem Stoffhändler zwei besonders hübsche und edle Stoffe gefunden, die zudem keine genau definierte Richtung aufweisen.

So konnte ich die Bezüge aus je einem rechteckigen Stück Stoff zusammen nähen, ebenfalls mit 1, 5 cm Nahtzugabe und versteckten Reißverschlüssen. 


Sowohl meine Mutter als auch meine angeheiratete Cousine waren sehr glücklich über den Zuwachs auf der heimischen Couch. Und meinem Mann haben die Kissen so gut gefallen, dass er sich für unser Sofa gleich noch mal vier Bezüge mit Schmetterlingsmotiv bestellt hat, die ich dann in den nächsten Wochen gemütlich zusammen schneidern werde.

Rückblickend betrachtet eignen sich Kissenbezüge wunderbar als Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenke. Sie sind schnell und einfach zu nähen und machen mit dem richtigen Stoff ordentlich was her. Außerdem können sie enorm viel zur Gestaltung eines Raumes beitragen.

So habe ich für die nächsten Geburtstage eine ganze Liste an Bestellungen von Freunden und Verwandten, die sich ebenfalls individuelle Kuschelkissen von mir gewünscht haben.

Und vielleicht konnte ich den einen oder anderen unter euch da draußen auch für einen neuen Farbklecks in der Wohnung begeistern.

Eure Jenny

Freitag, 17. Oktober 2014

Steampunk-Rock selbst genäht

Auf dieses Projekt bin ich unglaublich stolz und freue mich besonders, es euch in diesem Eintrag vorstellen zu können: Mein erster selbst genähter Steampunk-Rock!

Was sage ich? Mein erstes selbst genähtes Kleidungsstück überhaupt!

Zu Beginn hatte ich überlegt, ob ich einen bestehenden Rock umarbeiten sollte, mich dann aber doch dafür entschieden, das Stück komplett selbst zu nähen.

Ein riesiges Lob an dieser Stelle an die unfassbar hilfreiche Seite Natron und Soda. Dort habe ich wunderbare Anregungen gefunden und auch eine tolle und sehr einfach nachzuschneidernde Anleitung für meinen "Rohling".

Den Stoff für den Rock habe ich für einen günstigen Preis bei IKEA erstanden. Da es sich bei meiner Auswahl nicht um einen Samtstoff handelt, wie in der Anleitung verwendet, sondern um einen einfachen, schwarzen Baumwollstoff wollte ich Rüschen an den Säumen annähen.

Für die Rüschen habe ich eine schöne und sehr einfache Beschreibung bei Spohie Porcelain gefunden und mich für die dritte der drei Beschriebenen Varianten entschieden.

Der verwendete Stoffstreifen ist 13 cm breit. Die Rüschenbreite beträgt fünf Zentimeter. Diese kann man einfach mit dem Lineal abmessen, Bügeln und mit Stecknadeln fest stecken.

Auf der rechten Seite des unten stehenden Bildes sieht man exemplarisch einen der Stoffstreifen, den ich noch nicht in Rüschen gebügelt habe. Die Rüschenborte am oberen Saum ist gebügelt und festgesteckt, muss aber noch genäht werden und die linke sowie die untere Borte sind bereits fertig und festgenäht.
 
So sind alle Arbeitsschritte in der Rüschenherstellung einmal abgebildet.

 
Die Rüschenbänder werden von innen an den Rock angenäht:
 
 
Da mir eine Rüschenreihe zu wenig war, habe ich eine weitere, etwas schmalere, auf der Außenseite des Rockes festgenäht und die Naht mit einem hübschen rostroten Häkelband verziert:


 
Da der Stoff etwas steif ist, fallen die Rüschen leider auch nicht fliesend, sondern verhalten sich etwas unbeweglich. Ich habe die Hoffnung, dass sich das während des Tragens noch etwas gibt.
 
Angezogen sieht das gute Stück dann so aus:
 
 
 
Für diese Arbeit war ich ca. zwei Wochen fast jeden Feierabend gut beschäftigt, da sich gerade die Rüschenherstellung als ein recht mühsames und zeitraubendes Unterfangen heraus gestellt hat. Die Techniken und der Schnitt sind aber so einfach, dass sie auch für mich als blutigen Nähanfänger gut zu meistern waren.
 
Das Ergebnis kann sich meiner Meinung nach auf jeden Fall sehen lassen und ich freue mich schon darauf, das gute Stück einmal auszuführen.
 
Vielleicht habe ich euch ja auf den Geschmack gebracht.
Ich freue mich auf jeden Fall über euer Feedback.
 
Liebe Grüße und ein grandioses Wochenende,
 
eure Jenny
 


Dienstag, 29. Juli 2014

Selbstgenähte E-Book-Reader-Hülle

Schon seit einiger Zeit haben mein Mann und ich uns überlegt, dass wir uns eine Hülle für unseren E-Book-Reader nähen wollen.

Seit wir vor mehreren Jahren das Gerät erstanden haben, hatten wir uns die Hüllen immer aus Umschlägen von Notizbüchern gebastelt. Leider ist diese Lösung nicht sehr stabil und muss immer wieder ausgetauscht werden. Daher die Idee, eine robuste Stoffhülle zu nähen.

Am 15. Juni diesen Jahres hatten wir auf dem DaWanda Designmarkt in München einen wunderschönen Stoff für diesen Zweck gekauft. Beim Haus- und Hofdealer Altmann kamen dann ein festes Gummiband, Textilkleber und eine dicke Filzmatte als "Buchdeckel" dazu.

 
Klettbänder von den vorherigen Basteleien für die Papierhüllen hatte ich noch daheim. Die flauschige Seite des Klettverschlusses haben wir an den Rücken des E-Book-Readers geklebt, so dass man ihn einfach aus den alten Hüllen in die neuen einkletten kann. Aus diesem Grund haben wir uns natürlich auch bei der Stoffhülle für eine Klettstoff-Halterung entschieden.

Unser Gerät ist ca. 16,5 cm lang, 12 cm breit und 1 cm hoch.
Für den Buchrücken habe ich 2 cm eingerechnet und somit das Filz auf 28 cm Breite und 18 cm Höhe zugeschnitten. Beim Stoff habe ich zusätzlich 2,5 cm Nahtzugabe berücksichtigt.

Im ersten Schritt wird der Stoff für die Innenseite auf den Filz genäht. Da das Material sehr dick ist, haben wir mit einer Jeans-Nadel gearbeitet. Wichtig ist, dass man bei diesem Schritt das Gummiband gleich mit einnäht. Anschließend haben wir die Klettbänder auf dem E-Book-Reader aufgebracht und auf der Innenseite positioniert. Das war denkbar einfach, da die Bänder selbstklebende Rückseiten haben. Allerdings haben mein Mann und ich uns entschieden diese zur Sicherheit noch einmal mit Stoffkleber zu verstärken.

Und so sieht also die Innenseite ohne das Gerät aus:

 

Im nächsten Schritt muss der Außenstoff aufgebracht werden. Wir haben uns in unserem Gemeinschaftsprojekt dafür entschieden, die Nahtzugaben umzuschlagen und direkt eng an der Kante auf die Filzmatte zu nähen.

ACHTUNG:
Man muss sehr aufpassen, dass das Gummiband nicht versehentlich mit festgenäht wird.

Um die Nähte zu kaschieren haben wir im letzten Schritt hübsche Satinbänder an den Kanten der Hülle mit Textilkleber angebracht und voilà - fertig ist das gute Stück!

 
 

 
Wie immer freue ich mich auf Fragen, Anregungen und über jeden, der für sich im Stillen bei mir mit liest.
 
Eure Jenny

Freitag, 20. Juni 2014

Schnellprojekt Loop-Schal

Ja, ich war schon wieder an der Nähmaschine.
Und diesmal ist ein hübscher Loop-Schal entstanden.

Die Anleitung haben ich von Leuchtzeichen und war super schnell und einfach nachgearbeitet, auch für mich als blutigen Anfänger.

Ich habe den Schlauchschal vor dem zusammennähen noch einmal in sich gedreht, mich aber ansonsten genau an die Vorgaben gehalten und das hat auch sehr gut funktioniert.

Innerhalb von ein paar Stunden war ich fertig und meine Stoffvorräte aus der ersten Shopping-Tour sind mittlerweile stark reduziert. Das heißt, ich werde mich wohl bald wieder auf einen Beutezug begeben.

Und so sieht es aus, mein neues Schmuckstück:

 
Über Anmerkungen und Kommentare würde ich mich wie immer sehr freuen und wünsche allen ein schönes und sonniges Sommerwochenende.
 
Eure Jenny

Donnerstag, 19. Juni 2014

Neues Handy, neues Täschchen

Nun bin ich wohl dem Nähfieber verfallen...

Es hat sich aber auch einfach so gut ergeben: Ich hatte den Stoff noch vom Nähkurs auf meinem Tisch liegen und daneben lag mein brandneues Smart-Phone, dass um einiges größer ist, als mein altes Gerät und natürlich ein hübsches neues Täschchen braucht.

Also habe ich meinen Laptop angeschmissen und mich in den weiten des Internets auf die Suche nach einer kostenlosen Anleitung für eine Handytasche gemacht, die mir gefällt.

Ich bin schwer beeindruckt von den vielen wunderschönen kreativen Ideen die ich gefunden habe.

Entschieden habe ich mich dann für die Anleitung von Ronja, die sie wunderbar in ihrem Blog www.lybstes.de vorgestellt hat. Vor allem das Außenfach für die Kopfhörer hat mir sehr gefallen.

Als Gummiband habe ich einfach einen meiner vielen Haargummis verwendet und bin mit dieser Lösung höchst zufrieden.

Allerdings habe ich trotz der guten Vorgaben von Ronja meine erste Handy-Tasche auch zu klein genäht. Über diese wird sich meine Mama sicher freuen. Für ihr Mobiltelefon passt das Täschchen nämlich ganz hervorragend.

Beim zweiten Versuch hat es auch bei mir geklappt.

Hier also meine Täschchen, auf die ich wirklich stolz bin:




Ich möchte mich hiermit noch einmal herzlich für die leicht nachzunähende und gut verständliche Anleitung bedanken und hoffe, dass euch das Ergebnis gefällt.

Liebe Grüße
Eure Jenny

Sonntag, 15. Juni 2014

Mein erster Nähkurs

Am Samstag war es endlich soweit!

Ich hatte meinen ersten Nähkurs, auf den ich jetzt seit drei Wochen hingefiebert habe. Und es war wirklich klasse!

Der Kurs wurde vom Stoffhändler meines Vertrauens Altmann Stoffe & Kurzwaren in Regensburg, den ich schon einmal hier erwähnt habe, organisiert und dort auch abgehalten.

Unsere Kursleiterin Simone war freundlich, zuvorkommend und kannte sich richtig gut aus!

Wir waren insgesamt fünf Kursteilnehmerinnen, allesamt junge Frauen, die einen Einstieg in das Thema Nähen suchten. Jede von uns hatte die eigene Nähmaschine und eigene Ausrüstung dabei.

Besonders toll fand ich, dass wir kein Thema vorgegeben bekamen, sondern sich jeder für den Nähkurs ein Projekt vorgenommen hatte, bei dem Simone uns dann tatkräftig unterstützte.

So habe ich auch gleich meine Nähmaschine viel besser kennen gelernt und mich mit den verschiedenen Füßchen angefreundet.

Ich habe euch ja bereits in meinem Post Erste Stoffjagd davon berichtet, dass ich mich dafür entschieden habe, einen Kissenbezug zu nähen um mit etwas Einfachem anzufangen, das mir auch gelingt und mir die Lust an der Nähmaschine nicht gleich wieder verdirbt.

Mit Simones Hilfe hat das auch super geklappt.

Der Bezug hat eine Größe von 40 x 40 cm und ich wollte ihn im Patchwork arbeiten. Dazu habe ich mir einen kleinen Plan gemacht, welche Farbe wo auftauchen sollte:

Für das obere Viertel des Kissenbezuges habe ich den grünen Stoff gewählt (10 cm), für den mittleren Teil den blauen Stoff mit dem Kreismuster (20 cm) und für die letzten 10 cm den blauen Stoff im gleichen Muster, wie das Muster des grünen Stoffes. Auf jeder Seite habe ich 1 cm Beschnittzugabe hinzuaddiert.

Somit kam ich auf fünf Stoffteile:

1. grün 42 x 22 cm
2. zwei Mal blau je 42 x 22 cm
3. zwei Mal blau im gleichen Muster wie grün je 42 x 12 cm


Im nächsten Schritt wurde der grüne Stoff umgebügelt und alle Teile in der richtigen Reihenfolge rechts auf rechts mit Stecknadeln zusammen gesteckt.

Um mir das Nähen zu erleichtern, habe ich zudem eine Linie im Abstand von 1 cm zum Rand eingezeichnet, auf der ich Nähen muss.


Und so sehen die Teile aus, wenn sie zusammen genäht und die Kanten versäubert sind:

Von links...


und von rechts...


Nachdem alle Teile zusammengenäht und die Kanten versäubert waren, habe ich den Reißverschluss versteckt eingenäht.

Der Reißverschluss hatte eine Länge von 35 cm. Ich habe also rechts und links vom Rand 4 cm abgemessen und im Abstand von 1 cm zur Kante festgenäht. Anschließend die überstehenden Kanten von je 1 cm umgebügelt und den Reißverschluss so festgesteckt, dass diese Kanten den Verschluss verdecken.

Genäht wird dieses Mal auf der rechten und nicht auf der linken Seite.

Besonders wichtig ist dabei, darauf zu achten, dass der hintere Stoff des Bezuges nicht versehentlich mit dem Reißverschluss zusammen festgenäht wird.

Da es zu dem Zeitpunkt in meinem Kurs etwas hektischer zuging, habe ich von diesem Schritt leider keine Fotos. Wenn ich das nächste Mal ein Projekt mit Reißverschluss vorstelle, verspreche ich euch die zugehörigen Bilder.

Zum Schluss wird der Bezug noch einmal gewendet und von links wieder im Abstand von 1 cm zu Kante die Seiten zusammen genäht. Macht vorher den Reißverschluss auf, damit ihr das Kissen nach dem zusammennähen leichter wenden könnt.

Ich habe mir zudem die Kanten, an denen die einzelnen Stoffteile zusammen genäht wurden festgesteckt und wieder eine Linie aufgezeichnet um mir die Arbeit zu erleichtern:


Leider hatte ich die Kanten in die falsche Richtung gebügelt und da der Kurs eigentlich schon seit einiger Zeit zu Ende war, keine Zeit mehr, noch einmal in die richtige Richtung zu Bügeln. Beim Nähen hat es allerdings kaum gestört.

Hier also der fertige Kissenbezug. Für mein erstes Nähstück bin ich sehr glücklich mit dem Ergebnis und auch ein bisschen Stolz:



An dieser Stelle möchte ich mich auch noch einmal herzlich bei Simone und dem Team von Altmann Stoffe & Kurzwaren bedanken.

Ich habe nicht nur einen hilfreichen Crash-Kurs in Sachen Nähen bekommen, sondern man war auch sehr zuvorkommend. Denn obwohl der Kurs eigentlich seit über einer halben Stunde bereits zu Ende war, konnte ich noch etwas länger im Kursraum sitzen bleiben, um die letzten Seitennähte fertig zu machen und die Kanten zu versäubern. So hatte ich am Schluss wirklich einen fertigen Kissenbezug in der Hand!

Ohne die zusätzliche halbe Stunden, hätte ich das nicht geschafft.

Auf diesem Wege also noch einmal ein dickes Dankeschön an Simone.